Definition
BFT-Konsens ist eine Klasse fehlertoleranter Abstimmungsmechanismen in verteilten Systemen, die korrekt und funktionsfähig bleiben, selbst wenn ein Teil der teilnehmenden Nodes sich willkürlich oder böswillig verhält – bis zu einem definierten Schwellenwert. In Blockchain-Kontexten legt BFT-Konsens fest, wie Validatoren Blöcke vorschlagen, validieren und über sie entscheiden, sodass alle ehrlichen Nodes trotz byzantinischer Fehler zur gleichen Abfolge von Zustandsübergängen konvergieren.
In einfachen Worten
BFT-Konsens ist eine Methode, mit der ein Netzwerk von Computern sich zuverlässig auf dieselben Daten einigen kann, selbst wenn einige davon fehlerhaft arbeiten oder sich böswillig verhalten. Er definiert strenge Regeln, damit ehrliche Teilnehmer trotzdem zum gleichen Endergebnis kommen, solange die Anzahl der Angreifer unter einem bestimmten Grenzwert bleibt.
Kontext und Verwendung
BFT-Konsens wird im Rahmen der Konzeption und Analyse von permissioned und bestimmten permissionless Blockchains diskutiert, insbesondere bei Systemen, die starke Sicherheitsgarantien priorisieren. Er taucht in Protokollspezifikationen, Sicherheitsbeweisen und Systemmodellen auf, die gegnerisches Verhalten und Fehlerschwellen formal beschreiben. Der Begriff wird außerdem verwendet, um Konsensfamilien zu kategorisieren und byzantinisch-resiliente Mechanismen von schwächeren Fehlertoleranzmodellen abzugrenzen.