Definition
Der Blockspace-Markt ist der ökonomische Mechanismus, über den der Zugang zur begrenzten Transaktionskapazität in den Blöcken einer Blockchain (blockchain) bepreist und unter konkurrierenden Nutzer:innen und Anwendungen verteilt wird. Er umfasst die Abgabe von Geboten für die Aufnahme in einen Block, die Bündelung dieser Gebote durch Block-Builder oder Validatoren (validator) sowie die daraus entstehende Preisstruktur für Blockspace als knappe Onchain-Ressource, die häufig über gas-basierte oder gebührenbasierte Zahlungen ausgedrückt wird.
Einfach erklärt
Der Blockspace-Markt ist das System, das entscheidet, wer Transaktionen in einen Blockchain-Block (blockchain) schreiben darf und wie viel dafür gezahlt werden muss. Weil in jedem Block nur begrenzt Platz ist, konkurrieren Nutzer:innen faktisch, indem sie Gebühren anbieten – und dieser Wettbewerb bestimmt den aktuellen Preis für Blockspace zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Kontext und Verwendung
Der Begriff Blockspace-Markt wird in Diskussionen über Gebührendynamiken, Netzwerkauslastung (Kongestion) und Anreizdesign in Smart-Contract-Plattformen und Rollup-Ökosystemen verwendet. Er steht im Zentrum der Analyse von Gas-Gebühren, dem Design von Transaktionsgebührenmärkten und der Wechselwirkung zwischen Basis-Layern (L1) und Rollups. Forschung zu MEV, Protokollumsätzen und Skalierbarkeit (scalability) behandelt den Blockspace-Markt häufig als grundlegenden Mechanismus für Preisbildung und Allokation.
Verwandte Begriffe
Transaction Fee Market